Samstag, 14. Mai 2016

Zwischen pauken und Pampers - Studieren mit Baby.

Puh, es ist jetzt Anfang April und endlich sind Semesterferien. Okay, eigentlich seit Mitte Februar schon. Semesterferien? Moment, das ist doch das falsche Wort. Es heißt vorlesungsfreie Zeit, weil nämlich trotzdem Prüfungen stattfinden und man womöglich schon Bücher und Bücher und noch mehr Bücher fürs kommende Semester lesen muss - ein(e) gute(r) Student(in) ist ja vorbereitet, ne?
Aber dann sind da noch Windeln, die gewechselt, Brei der gefüttert, Tränen, die getrocknet, Wäsche, die gewaschen und Freundschaften, die gepflegt werden wollen. Nicht, dass ich nicht auch ohne den ganzen Kram wie putzen und waschen leben könnte, aber mein Mann steigt mir sonst womöglich aufs Dach, wenn ich's nicht erledige. (Im Gegenzug hilft er auch fleißig!)

So oder so ähnlich muss ich im April gedacht haben. Mittlerweile ist es schon Mitte Mai und das 2. Mastersemester hat bereits längst angefangen und ich bin schon wieder total im Brass. Lernen, lesen, Seminare vorbereiten etc.

Rückblickend kann ich sagen, dass mich dieses Anders, dieses Studieren mit Kind, verändert hat. Ich bin reifer geworden. Erwachsener. Überlegter. Und vor allem organisierter! Denn ohne Organisation klappt es einfach nicht, vor allem nicht, wenn du Stilldemenz hoch mijon hast! Also wenn in den letzten Monaten jemand fragte, ob ich Zeit für nen Kaffee habe, konnte ich nicht mehr die altbekannte Spontanität an den Tag legen. Stattdessen hieß es I have to check my agenda. Yay. Naja, auch daran gewöhnt man sich.

In die Uni bin ich wieder gegangen, als mein Sohn gerade 6 Wochen alt war. Ob es geklappt hat? Meistens. Ob ich es wieder so machen würde? Definitiv.
Aber mit der Erfahrung jetzt würde ich nicht ganz so blauäugig an die Sache ran gehen. Klar, es hat alles super geklappt, aber ich hatte auch ein sehr schläfriges und wenn-ich-wach-bin-bin-ich-ein-zufriedenes-Baby-Baby. Das ist ja leider nicht allen Neumamas vergönnt. Vielleicht hat aber gerade diese Zuversicht, dass alles gut gehen wird, ein bisschen geholfen und mein Baby so werden lassen, wie es ist. Trotzdem. Wenn ich es nochmal so machen würde, würde ich mir vorher einen Notfallplan überlegen für den Fall, dass es nicht so gut klappt. Und ich würde vorher mit den Dozenten sprechen, ob es okay ist, wenn ich mein Baby mitbringe, um nicht hormonduselig doofen Kommentaren ausgesetzt zu sein, die mich möglicherweise zum Weinen bringen oder einschüchtern (Nein, ich bin nicht immer tough!).

Bei einer geplanten Schwangerschaft (wie meine erste) würde ich auch immer langfristig über einen Plan nachdenken. Wir haben uns immer gesagt, dass unser Kind dann mit 1 eben in eine KiTa geht. Jetzt kann ich mir das kaum noch vorstellen und möchte mein Studium anders gestalten. Für mein Kind da sein und gleichzeitig studieren. Aber auch das wird irgendwie funktionieren. Hoffentlich.

Was mir geholfen hat, war vor allem mein Ehrgeiz. Ich wollte allen zeigen, dass ich mein Studium auch mit Kind gut meistern kann, gerade weil die Schwangerschaft ja geplant war. Also hab ich Gas gegeben und mich dahinter geklemmt. Früher hab ich kaum gelernt. Aber jetzt, wo ich teilweise in Sitzungen nur zur Hälfte anwesend war (weil das Baby brabbelte und ich den Raum verlassen habe), musste ich eben den Stoff zu Hause nacharbeiten. Das war aufgrund des hohen Anspruches nicht immer leicht und es gab viele Momente, in denen ich am liebsten alles hin geschmissen hätte und in welchen ich mein Skript wütend weggepackt habe und ins Bett gegangen bin. Aber das darf vorkommen, habe ich mir immer wieder gesagt. Ist jetzt eben nicht mehr so easy, wie noch vor einem Jahr. 
Gegen Ende des Semesters habe ich mich immer mehr mit dem Gedanken angefreundet, Samuel bei seinem Vater zu lassen, während ich in der Uni war. Irgendwann kam dann der Tag und auch das hat gut funktioniert. Wenn ich ehrlich bin, war es für mich wohl von allen Beteiligten das schwerste. Ich wollte mein Baby bei mir haben. Aber auch dieser Lernprozess hat mich weiter gebracht. Ich kann jetzt auch mal loslassen. Wenigstens für einen kleinen Moment.

In den Semesterferien...äh der vorlesungsfreien Zeit habe ich mich viel mit Freunden getroffen, mit Samuel gespielt und ganz organisiert für meine Prüfungen gelernt - mit viel Vorlauf und viel Geduld mit dem Baby und mir, wenn ich mal nicht wie gepant dazu kam, die Bücher aufzuschlagen.

Die größte Hürde war es, mich mit meinem Mann für das kommende Semester abzusprechen, so dass immer einer bei Samuel ist und ich nicht zu lange von zu hause weg bin, da Samuel immer noch voll gestillt wird (er ist jetzt 9 Monate alt - zu Beginn des Semesters 7,5 Monate). Wir mussten versuchen, zwei Vorlesungspläne und den Nebenjob gut zu organisieren. Ich halte euch gerne auf dem Laufenden, wie es klappt!

Gerne dürft ihr mir in den Kommentaren schreiben, wie ihr euer Studium organisiert, wenn ihr schon Kinder habt.
Bis dahin alles Liebe,

eure Jasmin


Donnerstag, 14. April 2016

Reiche ich aus? Was es heißt eine gute Mutter zu sein.

40 Wochen plus minus trägst du dein Baby im Bauch. Du bist voller Gefühle, die du kaum beschreiben kannst. Da ist Freude, Trauer, Wut, Verhaltenheit und so so so viel Liebe für einen kleinen Menschen, von dem du nicht mal weißt, wie er aussieht. Und natürlich malst du dir aus, wie es mit Baby sein wird.
Du stellst dir vor, wie du stillend in der Ecke im Kinderzimmer sitzt, die du mit deinem Partner so schön hergerichtet hast, und dein friedliches Baby liebevoll anschaust. Du stellst dir vor, wie du dein Gesicht in den wohlig duftenden Nacken deines schlafenden Babys vergräbst, vorsichtig, damit es nicht aufwacht. Und du malst dir aus, wie ihr glücklich und bis über beide Ohren grinsend euren Kinderwagen durch den Park schiebt. Ja, so in etwa könntest du dir das vorstellen.

Und dann kommt der Moment, an dem das Baby da ist. Ihr seid voll unbändiger Liebe und wollt gemeinsam die erste Zeit genießen. Es ist schön. Aber auch anstrengend. Oft ganz anders, als ihr es euch vorgestellt habt.
Das Baby weint viel, oder möchte nicht schlafen. Ihr fühlt euch überfordert und irgendwann seid ihr von euch selbst genervt, weil ihr die Situation nicht so meistert, wie ihr es euch wünscht. Oder es kracht vielleicht zwischen euch und eurem Partner. Und von allen Seiten regnet es gute Ratschläge - Ratschläge, die vielleicht gut gemeint sind, aber dazu führen, dass ihr euch noch schlechter fühlt.

Es gibt Momente, in denen ihr zweifelt, ob ihr eine gute Mutter seid und ob ihr eurem Baby all die Liebe gebt, die es braucht. Müsste es vielleicht heute eine wärmere Jacke an haben? Hättet ihr vielleicht doch lieber das Tragetuch nehmen sollen satt des Kinderwagens? Hättet ihr das Baby vielleicht doch noch nicht zu den Großeltern geben sollen, damit ihr einen entspannten Abend zu zweit verbringen könnt? Solltet ihr vielleicht doch lieber noch länger stillen? Ist die Partynacht neulich vielleicht doch noch zu früh gewesen? Hat das Kind zu wenig Spielsachen? Zu viele? Ist es überfordert? Unterfordert?

Ich habe mir viele Fragen gestellt und so oft an mir selbst gezweifelt. Manchmal glaube ich, dass ich mein größter Kritiker bin. Aber dann versuche ich mir eins ins Gedächtnis zu rufen: 
Ich tue immer das für den Moment Bestmögliche! Auch wenn ich manche Dinge rückblickend vielleicht anders machen würde, in den Situationen, in welchen ich eine Entscheidung traf, war ich eine gute Mutter. Ich habe nach den Bedürfnissen meines Kindes gehandelt und das getan, was mir möglich war, damit mein Baby zufrieden und glücklich ist.
Das möchte ich allen Müttern da draußen mit auf den Weg geben: ihr seid gut genug! Zweifelt nicht an euch. Ihr macht das wirklich großartig. Egal was ihr tut, ihr trefft eure Entscheidungen in nur einem kleinen Moment, manchmal einem Wimpernschlag. Und das ist gut und richtig so. Denn ihr trefft sie mit dem Herzen und mit all der Liebe, die ihr für eure Kinder im Herzen habt! Und genau das heißt, eine gute Mutter zu sein.

Eure Jasmin

Wenn ihr euch gerne mit anderen Müttern austauschen wollt, schaut doch gerne mal bei mamiweb vorbei. Dort findet ihr Artikel zu allen möglichen Themen. 

Donnerstag, 4. Februar 2016

Samuel träumt - Sanfter Babyschlaf?

Von Anfang an schlief unser Baby gern und viel. Das dann auch meistens überall. Ich weiß, wir wurden dafür von so manch schlaflosen Eltern gehasst. Wir sind so dankbar, dass wir eine so unkomplizierte Schlafmütze haben. Meistens. Denn es gab auch lange Phasen, ich welchen Samuel keinen, ich sage mal für uns, angenehmen Schlafrhythmus hatte .



Eine Zeit lang wurde Samuel immer so gegen 20:30 Uhr müde und wachte dann im Drei-Stunden-Rhythmus auf, um nach dem stillen direkt wieder einzuschlafen. Das war für mich super angenehm und nur bedingt anstrengend. Mein Körper hatte sich schnell daran gewöhnt, alle drei Stunden geweckt zu werden.

Aber dann änderte sich plötzlich alles und Samuel wollte abends nur wenig schlafen. Manchmal waren es fünf Minuten, manchmal zwanzig und selten ein oder zwei Stunden. So ging das bis zwei Uhr nachts. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich das als sehr kräftezehrend empfunden habe - auch wenn unser Baby ein Langschläfer ist und mich meist erst gegen halb zehn in der Früh weckt. Samuel hingegen scheint das nichts ausgemacht zu haben, er war weiterhin entspannt und fröhlich.

Glücklicherweise ist das alles nur eine Phase gewesen. Das war einer der ersten Mantras, die ich mr einredete. Wenn etwas schwierig oder anstrengend war, sagt ich mir immer wieder Es ist alles nur eine Phase. und Es geht vorbei. Und diese Phasen gibt es auch heute noch.


Wir haben für uns festgestellt, dass ein festes Abendritual wichtig ist, denn dann weiß Samuel, dass er nun ins Bett geht. Aber wir haben entschieden, dass wir Samuel an keine feste Bettgeh-Uhrzeit binden wollen. Noch nicht. Irgendwann wird sich das sicher einpendeln. Noch hat er aber auch Tagsüber noch keinen festen Schlafrhythmus und ist daher zu völlig unterschiedlichen Uhrzeiten müde. Ich habe einfach nicht die Geduld, ein nicht müdes Baby um, zum Beispiel, acht Uhr ins Bett zu legen und über eine Stunde Schlaflieder-singend daneben zu sitzen, weil es noch nicht einschlafen will. Deshalb passen wir unseren Abend an Samuels Bedürfnisse an und legen ihn schlafen, wenn wir merken, dass er müde wird.

Bezüglich des Schlafplatzes gab es eine kleine Veränderung. Die ersten knappen fünf Monate schlief Samuel neben uns auf der Couch im Wohnzimmer, bis wir selbst ins Bett gingen. Die Vorstellung ihn allein ins Schlafzimmer zu legen, bereitete uns ein mulmiges Gefühl. Komisch, oder? Eigentlich sollte man doch froh sein, das Kind mal nicht in unmittelbarer Nähe zu haben und den Abend mit dem Partner genießen zu können. Aber auch hier belehrte mich mein Muttergefühl eines besseren und auch andere Mütter berichteten mir vom selben Phänomen. Ich? Ne Helikoptermuter? Definitiv!



Nun legen wir Samuel, wenn er gerade einen schlechten Tag hat in seine Federhängewiege und er schläft dort nach ein wenig schaukeln ein, bis er eben irgendwann wach wird. An guten Tagen legen wir ihn ins Schlafzimmer und meistens schläft er dort ein bisschen länger als in der Wiege bis zur nächsten Mahlzeit.

Für uns ist das der entspannteste Weg, mit wenig Protest seitens Samuel. Schlaflernprogramme oder ähnliches kommen für uns nicht in Frage. Wir nehmen es, wie es kommt und sind ganz zufrieden, wenn auch mal mit Zombie-Augenringen. 

Das Familienbett gefällt uns im übrigen sehr und wir suchen nach einer guten Lösung, wie wir es beibehalten können, wenn Samuel zu groß für den Anbau wird. Unser Bett wird dann nämlich auch langsam etwas eng. Schade eigentlich, finden wird!


Alles Liebe,
eure Jasmin

Mittwoch, 3. Februar 2016

Testbericht: KDs von KrawalliDesign

Wir sind richtig begeisterte Trageeltern. Mittlerweile haben wir bei uns zu hause eine Auswahl an Tragehilfen, die wir auch gerne noch erweitern wollen.
Aber anfangs fiel uns die Auswahl für die Kleidung unseres Babys im Tragetuch oder auch in der Ergobaby eher schwer. Bei milden Temperaturen genügte es, einfach Body, Pullover und Hose mit kleinen Söckchen anzuziehen, denn je nach Bindetechnik wärmen ja neben der Körperwärme von Mama noch drei weitere Stoffbahnen bzw die Trage das Baby. Sobald es jedoch etwas kälter wurde, rätselten wir oft lange und standen ratlos vor der Kommode. Was bloß dem Kind anziehen? Und vor allem: Wie stellen wir es an, dass die Socken nicht verloren gehen?

Durch Instagram bekam ich die Möglichkeit, einen Prototyp von extra entworfenen Stulpen, den KDs, von der Firma KrawalliDesign zu testen. Dieses Angebot habe ich gerne angenommen und möchte heute ein wenig von unseren Erfahrungen mit den Stulpen berichten. 




Als ich die KDs zugeschickt bekam, fand ich vor allem das Design sehr ansprechend. Sie sind eine Mischung aus Stulpen und Füßlingen, so dass kein Teil des Fußes oder Beines frei ist. Innen ist eine Art Teddyfell eingenäht, wodurch die Füße warm bleiben sollen. Am oberen Ende der KDs befindet sich ein breites Bündchen, damit sie nicht von Bein/Fuß rutschen. Ein besonderes Highlight ist für mich die Oberseite des Fußteils, der aus einem kindgerechten Stoff besteht und die KDs zu einem echten Hingucker macht. Wir wurden beim Testen mehrmals angesprochen, woher wir die schönen Stücke haben.

Überzeugt hat mich neben dem Design auch die gute Verarbeitung. Die Nähte sind allesamt schön und ordentlich vernäht. Eben so, wie man es von Famile Krawalli nicht anders kennt. Sie haben neben Shirts, Bodys, Pullovern, Leggings auch tolle Aufräumsäcke im Sortiment!

Getestet haben wir die KDs bei kaltem Winterwetter. Unser Baby hatte eine Strumpfhose, eine Leggings und darüber die KDs an. Natürlich auch einen Body, einen Pullover und eine Jacke, sowie eine Mütze. Nach einem ausgiebigen Spaziergang erfolgte zu Hause der Test: sind die Füßchen und Beinchen warm geblieben? Nun, beides war nicht kalt, aber auch nicht richtig warm. Ich würde sagen, beides war leicht kühl aber nicht so, dass Samuel gefroren hätte. Sicherlich könnte man an dieser Stelle noch etwas verbessern. Vielleicht eine Wärmeisolierung aus einem anderen Stoff oder eine doppelte Schicht Teddyfell?



Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass wir die KDs zwei Mal verloren (und zum Glück wiedergefunden!) haben. Die Bündchen waren also nicht rutschfest genug. Vielleicht könnte man eine Art Gummiband einnähen, damit sie rutschfester sind, oder eventuell auch eine Schnur zum Binden.

Generell finde ich die Idee solcher Stulpen mit integriertem Füßling super, da man zum Beispiel beim shoppen in der Stadt von Kaufhaus zu Kaufhaus geht und nicht jedes Mal vor Verlassen und Betreten des nächsten Gebäudes dem Baby vorher einen Overall an- bzw. ausziehen möchte. Die Overalls sind ziemlich gefährlich, wenn man sie anlässt. Babys können mit Temperaturschwankungen nicht so gut umgehen und dann schnell überhitzen, was zum plötzlichen Kindstod führen kann - aber ohne warmen Overall würden die Füße vielleicht frieren. 
Die KDs sind diesbezüglich eine super Alternative, da man sie ganz bequem an- und ausziehen kann, auch während das Baby im Tuch/ in der Trage ist.

Wir bedanken uns bei KrawalliDesign für das Bereitstellen der KDs und haben sie gerne auf Herz und Nieren getestet.


Alles Liebe,
eure Jasmin




Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit KrawalliDesign.

Montag, 1. Februar 2016

A smoothie a day keeps mommy awake...oder so.

Seit der Geburt unseres Babys ist nun einige Zeit vergangen. So langsam möchte ich wieder meine alte Fitness zurück (und vielleicht auch irgendwann meinen alten body inklusive bootie). Deshalb habe ich mit dem Jahreswechsel mit einem regelmäßigen workout gestartet, welches ich in meinen Tag einbaue. Aber noch viel wichtiger ist mir meine täglich Ration an Obst und Gemüse, mit der ich nun eine ganze Mahlzeit ersetzt habe. Nun esse ich noch meistens 2-3 Mahlzeiten am Tag (da ich noch voll stille möchte ich meinem Körper genügend Energie zuführen) und trinke statt einer  3. oder 4. weiteren Mahlzeit täglich meinen Smoothie.

Ein paar meiner leckersten Rezepte habe ich euch hier zusammengestellt. Vielleicht schmecken sie euch ebenso gut wie mir. Gerne dürft ihr mir mitteilen, was ihr von den Rezepten haltet und welches eure liebsten Smoothies sind, die ihr euch so kreiert habt. Los geht's!


                         Rotkäppchen
Rotkäppchen

1 Banane
2 Hände voll Himbeeren
1 Orange
6 ELfettarmer Joghurt
150-200 ml fettarme Milch

Waldfruchttraum

1/2 Apfel
1 Banane
1 große Hand voll Himbeeren
1 kleine Hand voll Heidelbeeren
etwas Honig & Zitronensaft
je nach Konsistenzwunsch ca. 
5-6 EL fettarmer Naturjoghurt & 150-250 ml fettarme Milch


Mr Green
Mr Green

3 Scheiben Ananas
1 Orange
1 Banane
1 große Hand voll Spinat
ca 150 ml Wasser


Papa-papaya

1 Papaya
1 Banane
1 große Hand voll Himbeeren
3-4 EL fettarmer Joghurt
ca. 150 ml fettarme Milch
Agavendicksaft
Zitronensaft



Green Lantern


Green Lantern 

1 Mango
1 Banane
1 große Hand voll Spinat
1/2 kleine Avocado
1 kl. halbe gepresste Zitrone




Der Sattmacher

2 Hände voll Himbeeren
1 Banane
1 Hand voll Haferflocken
5 EL fettarmer Joghurt
ein Spritzer Zitronensaft
200 ml fettarme Milch


Seit ich meinen täglichen Smoothie genieße, habe ich ein viel besseres Gefühl. Ich stopfe nicht mehr unnötig Süßkram in mich rein, sondern mixe mir bei einem Hungergefühl zwischendurch (meist am Nachmittag) ein paar leckere Früchte zusammen. Diese liefern mir neben gesunder neuer Energie auch das Gefühl, etwas gutes für meinen Körper zu tun - und das wiederum motiviert mich zum Sport. Probiert es aus, es funktioniert!

Herzlichst,
eure Jasmin

Sonntag, 17. Januar 2016

5 Monate Babyglück

Wow! Als ich eben die Überschrift für diesen Blogeintrag verfasste, da war ich ganz schön baff. Fünf ganze Monate schon ist unser Samuel nun bei uns! Es ist wirklich so, wie alle es einem während der Schwangerschaft prophezeien: mit Baby fliegt die Zeit geradezu.
Deshalb wollte ich heute mit euch nochmal in die Vergangenheit gucken, die letzten Monate rekapitulieren und auf die wichtigsten Ereignisse eingehen.

In den ersten beiden Wochen nach dem 17.8.2015 haben wir uns zunächst ganz viel Zeit für uns zu dritt genommen. Wir wollten dem Babylöwen die Möglichkeit geben, sich erst im kleinen Kreis in der neuen, hellen, lauten Welt zurecht zu finden, bevor wir ihm Besuche zumuteten. Und es hat nicht nur ihm gut getan, auch wir hatten genügend Zeit, ganz entspannt in unsere neue Elternrolle hineinzuwachsen und erstmal für uns zu dritt eine Art Rhythmus zu finden. Nach zwei Wochen musste mein Mann wieder zur Arbeit. Aber da er nur einen Nebenjob neben dem Studium hat und gerade Semesterferien waren, hatte ich ihn trotzdem vier Tage in der Woche voll zur Unterstützung an meiner Seite. Das war wirklich eine ganz wunderbare Zeit, denn so wurde ich vor allem im Haushalt super toll entlastet. Und auch sonst muss ich sagen, dass es keine Probleme gab. Das Stillen hatte sich einigermaßen eingespielt (bis auf die Milchmenge). 
Außerdem durfte Samuel sein erstes Bad nehmen und er hat es richtig doll genossen. Erst hat er uns ganz erstaunt mit seinen Kulleraugen angeschaut und als er sich dann an das Fruchtwasser in Mamas Bauch erinnert fühlte, entspannte er völlig im warmen Badewasser und ließ sich alles ohne Probleme gefallen. Mittlerweile ist er zu einer richtigen Wasserratte geworden.

In Baby-Woche 3 und 4 musste ich mich neben all den Baby-Dingen noch auf meine mündliche Latinumsprüfung vorbereiten. Das war nicht besonders leicht und hat viel Durchhaltevermögen meinerseits gekostet (mein Baby schlief zwar viel aber ich musste in den Schlafphasen ja lernen obwohl ich müde war). Samuel war weiterhin ein pflegeleichtes Baby und weinte zum Glück nicht viel, sondern schlief fast den ganzen Tag (außer wenn er Hunger hatte). Wenn er dann aber mal wach war, beobachtete er bereits alles ganz genau!

Als Samuel ca 4 Wochen alt war, schenkte er uns das erste Mal ein Lächeln! Das war ein ganz wunderbarer Meilenstein und ließen wieder Freudentränen bei Mama und Papa kullern! Noch dazu war das genau am Tag meiner bestandenen Prüfung und machte alles damit noch toller!

Mit fast 7 Wochen fuhr unser Baby dann das erste Mal in einem Auto mit (da wir selbst keines besitzen, war es das Auto einer Freundin) und wie fast alle Kinder hat er die meiste Zeit der Fahrt verschlafen - was auch sonst? Wahrscheinlich ist das monotone brumm-Geräusch schuld daran. 

Mit ca 9 Wochen gingen wir das erste Mal zum PEKiP. Es machte Samuel direkt sehr viel Spaß aber er war nach den ersten Stunden so erschöpft von all den vielen Eindrücken, dass er bis zu sechs Stunden schlief und dadurch sogar Mahlzeiten aussetzte. Aber mittlerweile hat es sich sehr gut eingespielt und er schläft danach nicht mehr ganz so lange (mit Ausnahmen). Besonders toll zu sehen ist, wie freudig er auf andere Kinder reagiert und am liebsten überall mitmischen möchte. Er ist meistens so aufgeregt, dass er versucht zu robben, was natürlich noch nicht klappt. Dann meckert er auch mal schnell. Lege ich ihn dann aber bäuchlings neben die anderen Kinder, dann beobachtet und befühlt er alles ganz genau.

Samuels Neugier macht sich auch im Alltag immer mehr bemerkbar. Seit einiger Zeit wird nun alles angesabbert und betastet. Das können eine Rassel, ein Stück Paprika, Papas Gesicht oder Mamas Uniunterlagen sein, eigentlich ganz egal. Dieses Erkunden der Umwelt finde ich sehr faszinierend und versuche, ihn alles erforschen zu lassen, was er möchte.

Die Motorik hat sich vor allem in den letzten vier Wochen einen wahnsinnigen Sprung gemacht. Gegenstände werden mittlerweile ganz gezielt gegriffen, von einer Hand in die andere gegeben und zum Mund geführt. Außerdem hat sich Samuel vor einigen Tagen das erste mal vom Rücken auf den Bauch gedreht und rollt seitdem freudig umher. Naja, mit ein bisschen Hilfe, denn zurückdrehen klappt noch nicht so gut.



Ich bin sehr gespannt, was in den nächsten Wochen und Monaten auf uns zukommt und wie sich unser Kind entwickelt. Jeder Meilenstein und jede kleine Veränderung ist doch immer etwas ganz besonderes für uns und wir sind glücklich, das alles erleben zu dürfen.

Alles Liebe,
eure Jasmin


Dienstag, 12. Januar 2016

Studentenkind - nicht immer ist alles easy peasy

Das Semester ist fast um. Die Klausurenphase geht bald los und ich starte in die heiße Lernphase. Eigentlich muss ich sagen wir, denn seit Samuel da ist, kann ich in Sachen Uni nichts mehr nach meinem eigentlichen Tempo machen. Ich bin gezwungen, meinen Lernplan und die Vor- und Nachbereitungen immer alles an die Laune, die Schlaf- und Wachphasen und die Gesundheit meines Kindes anzupassen. 
In den ersten Wochen war das alles ziemlich easy peasy, denn ich bin mit einem Schlaf-liebenden Kind gesegnet - zumindest tagsüber. Anfangs hatte Samuel ab 22 Uhr seine wache Phase und schlief vor 2 Uhr morgens selten ein - da war's dann nix mit "abends lernen".
Mittlerweile hat sich das weitgehend eingependelt und ich könnte mich abends ran setzen. Aber wenn man jede Nacht drei Mal wach wird und den ganzen Tag durchpowert, immer für das Kind da ist, will man auch nicht jeden Abend vor der Uni-Lektüre sitzen. Nicht zuletzt weil man sich ja um diese Uhrzeiten kaum noch konzentrieren kann. Immerhin schlief Samuel in den Veranstaltungen (in Seminaren und Vorlesungen) fast immer oder war eben wach aber lauschte zufrieden. Das machte mir das Aufpassen ziemlich einfach und ich konnte sogar mitschreiben (außer wenn ich rechts stillen musste - mit links kann ich einfach nicht schreiben!).

Nun schläft Samuel immer noch recht viel. Dann ist doch immer noch alles easy popeasy, oder? Ne! Gar nicht! Samuel schläft - aber eher so ab 13 Uhr. Uni hab ich aber eher vormittags und da ist er dann meistens wach und möchte spielen. Darf er auch, aber er ist dabei eher laut (ist ja auch völlig verständlich und normal!). Ich persönlich habe damit kein Problem und kann die Geräuschkulisse ausblenden, aber die Dozenten und anderen Studis fühlen sich schon auch mal gestört. 


Also gehe ich aus dem Raum - in letzter Zeit häufiger - und verpasse dadurch trotzdem viel Stoff. Den muss ich dann wiederum zu hause nacharbeiten (während ich neuen Stoff vorbereiten muss, versteht sich). Ihr seht, es ist ein Kreislauf. Es gehört viel Durchhaltevermögen dazu, in den richtigen Momenten ruhig zu bleiben, sich nicht stressen zu lassen und alles etwa lockerer zu sehen. Und eben ganz viel Arbeit!

Lernen, wenn das Baby schläft.
Nun steht die Klausurenphase an und ich merke, dass meine freie Zeit, in der ich lernen könnte, viel für Samuels Bedürfnisse drauf geht. Das ist für mich zunächst gar nicht schlimm. Ich weiß ja, dass mein Baby mich braucht und würde im Zweifelsfall immer seine Bedürfnisbefriedigung vorziehen. Aber es erfordert eben viel viel mehr Planung als das bislang ohne Kind der Fall war. 
Ich habe mir deshalb einen Übersichtsplan erstellt, in dem ich eintrage, wann ich noch etwas vorbereiten muss (zum Beispiel Texte lesen, Prüfungsthema suchen, etc), wann ich bereits für andere Dinge verplant bin (PEKiP, Schwimmkurs) und wann ich potentiell Zeit zum Lernen habe. Von der geplanten Lernzeit wird sicherlich die Hälfte für sonstige Dinge, die mal eben schnell gemacht werden müssen drauf gehen (oh wir haben kein Brot mehr? Dann geh ich mal noch schnell einkaufen. Es gibt keine Spucktücher mehr? Schnell Wäsche waschen. Keine Windeln mehr? Schnell zu dm.) - aber die andere Hälfte möchte ich versuchen nur fürs Lernen zu verwenden.
Zwischen all der Planung möchte ich vor allem zwei Dinge (Priorität in umgekehrter Reihenfolge als aufgelistet!): 
1. Am Ende stolz auf mich sein können und zu sehen, was ich alles geschafft habe!
2. Meinem Baby gerecht werden und für ihn nicht weniger liebevoll sein und nicht weniger da zur Verfügung stehen als eine Mama, die ein Jahr in Babypause ist!


Alles Liebe, 
eure Jasmin